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Ubitricity: Stromriese EDF bei Ladesäulen-Startup eingestiegen

Straßenlaternen zu Ladesäulen / Quelle: Ubitricity / Robert Lehmann

Die Idee ist so einfach wie genial: Überall dort wo ohnehin Strom fließt eine Ladeinfrastruktur für Elektromobilität schaffen. Das können zum Beispiel auch herkömmliche Straßenlaternen sein. Dass die Idee funktioniert beweist das Startup Ubitricity derzeit mit Pilotprojekten in Berlin und am Bodensee.

Das Unternehmen aus Berlin zeigt sich aber nicht nur kreativ bei der Frage, wie sich eine möglichst kostengünstige Ladeinfrastruktur für Elektroautos aufbauen lässt. Auch in Finanzierungsrunden schart Ubitricity starke Partner um sich. Bisher zählen Earlybird, die IBB Beteiligungsgesellschaft und Heinz Dürr, Großaktionär beim Maschinenbauer Dürr und Ex-Bahn-Chef, zu den Investoren.

Jetzt bestätigt Ubitricity gegenüber der WirtschaftsWoche einen neuen Finanzier: Der staatlich dominierte Stromkonzern EDF sei mit einer Minderheitsbeteiligung eingestiegen. Auf diversen Blogs und bei Twitter kursiert das Gerücht, der Staatskonzern habe sich Anteile in Höhe von „bis zu 11 Prozent“ gesichert. Gegenüber der WirtschaftsWoche ließ Ubitricity die Zahl unkommentiert.

Sicher ist: Durch die Finanzspritze kann sich das Startup um seine aktuellen Projekte in Berlin und am Bodensee kümmern. Mit dem Berliner Senat hatte Ubitricity vereinbart bis Jahresende 100 Straßenlaternen so umzurüsten, dass Autofahrer dort ihre Elektrofahrzeuge aufladen können. Die Testphase am Bodensee ist für das Startup sogar noch wichtiger. Dort sollen 120 Ladestationen im ländlichen Raum entstehen – eine Bewährungsprobe für die Berliner.