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Top-Manager nicht fit für erfolgreiches Innovationsmanagement

Nur eine Minderheit von 17 Prozent traut ihren Vorgesetzten ein erfolgreiches Innovations- und Veränderungsmanagement zu. Dabei stehen Innovationen auf der Prioritätenliste der meisten Manager ganz oben – zusammen mit der Verbesserung der Profitabilität und der Steigerung von organischem Wachstum. Das sind die Ergebnisse der Studie Real World Leadership des Headhunters Korn Ferry.

Fehlendes Vertrauen

Mehr als die Hälfte der Befragten (56 %) sagen, dass sie ihren Top-Managern einigermaßen vertrauen, notwendige Innovationen anzuschieben. Mehr als ein Viertel (27%) waren entweder unsicher oder glauben gar nicht an die Führungsqualitäten ihrer Vorgesetzten. Auch das Vertrauen in die Veränderungsfähigkeit ihres Management ist nicht sehr ausgeprägt: 46 Prozent der mittleren Führungskräfte und 41 Prozent der oberen Führungsetagen würden Veränderungen nicht aktiv angehen.

"Als Vorstandschef oder Geschäftsführer wäre ich heute schon deutlich beunruhigt, wenn ich das Gefühl hätte, dass meine Führungskräfte nur teilweise die komplexen Change-Prozesse gestalten können", sagt Hubertus Graf Douglas, Geschäftsführer von Korn Ferry in Deutschland.

Unzufrieden mit Führungsprogrammen

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist die Unzufriedenheit mit Entwicklungsprogrammen für Führungskräfte. Mehr als die Hälfte der Befragten (55%) sagten, dass der Return on Investment der Ausgaben für entsprechende Programme durchschnittlich bis sehr schlecht seien.

„Die in unserer Studie befragten Teilnehmer haben selbst Defizite zur Erreichung dieser Ziele bei den Kompetenzen ihrer Führungskräfte benannt. Dementsprechend müssen sie jetzt handeln und ihre Führungskräfteentwicklung deutlich anpassen“, sagt Hubertus Douglas.