Eine Initiative von

Unter der Schirmherrschaft

Innovationsforum 2017

 

Artificial Intelligence, Robotics, Analytics. Wie sieht die Zukunft der Menschen aus?

Die digitale Transformation ist in vollem Gang – fast jedes neue Produkt, fast jede Dienstleistung basiert auf digitaler Technologie. Und der Trend wird weitergehen: Mikrochips werden immer leistungsfähiger, Data Analytics wird unerlässlich, es gibt fast täglich Fortschritte im Bereich des maschinellen Lernens. Unsere Zukunft wird geprägt sein durch Artificial Intelligence und Robotics – beides lag bis vor einigen Jahren fest in der Hand von Science-Fiction-Autoren.

„Doch dies ist kein Anlass für Schreckensvisionen – Artificial Intelligence ist vielmehr eine riesige Chance für unsere Wirtschaft und unsere Workforce.“
Frank Riemensperger

Aber was bedeutet das alles konkret?

Das Geheimnis von Innovation besteht nicht darin, die schönsten Produkte zu entwickeln, sondern die Technologie so zu gestalten, dass sie von den Menschen akzeptiert wird. Den gewinnbringenden Einsatz von Artificial Intelligence im Business betrachteten die knapp 300 Gäste beim InnovationsForum am 31. März in München noch mit gemischten Gefühlen. Für die einen „fun“, für die anderen „scary“: Per App waren alle vernetzt und konnten ihre Meinung abgeben zu Artificial Intelligence (AI). Die interaktive Wortwolke zeigte, dass es noch ein weiter Weg ist bis zur bedingungslosen Akzeptanz von intelligenten Menschen.

Um Licht ins Dunkeln zu bringen, hatte Accenture Industriegrößen und Wissenschaftler geladen. Neben Vertretern von Adidas, BMW, Google und SAP diskutierte auch Prof. Dr. Wolfgang Wahlster mit. Der Leiter des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) eröffnete den Tag mit seiner Keynote „Künstliche Intelligenz - was ist Wissenschaft, was ist Fiktion“ und spielte das Publikum somit warm für Folgethemen rund um AI im Arbeitsalltag oder moralisch-ethische Fragen bei der Nutzung selbstfahrender Autos.

Reporten wir in Zukunft an Robo-Chefs statt an Vorgesetzte aus Fleisch und Blut? Wer hat im Notfall das Steuer in der Hand, Mensch oder Maschine? Wie intelligent können Computer werden? Auch, wenn selbstfahrende Autos und intelligente Roboter uns bald den Großteil unserer Arbeit abnehmen, in einem Punkt ist der Mensch jeder Innovation weit voraus: soziale und emotionale Intelligenz.

Wo AI & Analytics schon weiter sind? Das gabs zu sehen in Workshop zu Intelligent Business, Automatisierung, Cyber Security, Fertigung, Kundenerwartung oder Software-Entwicklung. Für mehr Akzeptanz sorgte auch AI zum Anfassen: filigraner Roboterarm, Augmented Reality-Brilllen oder eine digitale Variante der Montagsmaler.

Wird künstliche Intelligenz langfristig unser gesamtes Wirtschaftsmodell auf den Kopf stellen? Wird ein Robot bald ein Cobot sein? Wie sieht die Welt in Zeiten intelligenter Suchmaschinen, optischer Zeichenerkennung und maschineller Übersetzung aus? Diesen Fragen widmete sich das Innovationsforum 2017 von WirtschaftsWoche, Accenture, EnBW und Evonik am 31. März 2017 in München.
Gastgeber Frank Riemensperger. Er leitet seit 2009 als Vorsitzender der Geschäftsführung die Accenture-Ländergruppe Deutschland, Österreich, Schweiz.
Die Keynote "Künstliche Intelligenz - was ist Wissenschaft, was ist Fiktion?" hielt Wolfgang Wahlster. Als Vorsitzender der Geschäftsführung leitet Wahlster mit dem 1988 gegründeten Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) die weltweit größte Forschungseinrichtung zur KI mit über 800 Wissenschaftlern.
Moderatorin Andrea Thilo diskutiert mit IPSoft Managing Director Olav Strand und Evoniks Foresight Manager Björn Theis über Künstliche Intelligenz
Volker Tresp sprach über KI und Digitalisierung in Unternehmen. Tresp führt seit 1989 verschiedene Machine Learning-Teams im Forschungs- und Technologiebereich bei Siemens.
Neben vielen spannenden Vorträgen...
... gab es auch innovative Technologien zum Anfassen.
Die Teilnehmer tauchten in virtuelle Welten ein.
Am Mittag wurden mehrere Workshops rund ums Thema Künstliche Intelligenz angeboten.
Ein Blick in den Saal: Das Forum war gut besucht.

Der Gastgeber

Frank Riemensperger leitet seit 2009 als Vorsitzender der Geschäftsführung die Accenture-Ländergruppe Deutschland, Österreich, Schweiz. Der studierte Informatiker und Experte für Digitalisierung ist verantwortlich für die Weiterentwicklung nachhaltiger Marktstrategien und den Ausbau des Geschäfts in den deutschsprachigen Ländern, mit aktuell über 7.000 Mitarbeitern. Riemensperger sitzt im Senat der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech sowie im Präsidium des IT-Branchenverbandes BITKOM. Zudem ist er Vize-Präsident der American Chamber of Commerce in Germany (AmCham) sowie Mitglied der Baden-Badener Unternehmer-Gespräche (BBGU). Als Jury-Mitglied kürt er alljährlich die Preisträger des „Top-500 Award“, verleiht den „Deutschen Innovationspreis“ und wählt den „CIO des Jahres“. Gemeinsam mit Prof. Henning Kagermann (Präsidenten der acatech), leitet Riemensperger den Arbeitskreis „Smart Service Welt“, der Handlungsempfehlungen an Wirtschaft und Politik ausspricht, um die digitale Transformation der deutschen Leitindustrien voranzutreiben.

Die Referenten

Als Vorsitzender der Geschäftsführung leitet Prof. Dr. Wolfgang Wahlster mit dem 1988 gegründeten Deutschen Forschungs­zentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) die weltweit größte Forschungs­einrichtung zur KI mit über 800 Wissen­schaftlern. Seine Forschungen zur KI wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Zukunftspreis des Bundes­präsidenten, mit dem Bundes­verdienstkreuz und drei Ehren­doktorwürden. Er war Präsident des Weltverbandes für KI und wurde auf die Wall of Fame als Pionier der KI sowie die Hall of Fame der größten IT-Persönlichkeiten als „KI-Papst“ aufgenommen. Er ist u.a. Mitglied in der königlich-schwedischen Nobelpreisakademie und der nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Als Mitglied von Beratungs­gremien der Bundesregierung hat er Zukunftsprojekte wie Industrie 4.0 und Smart Service Welt mit initiiert. Mit über 70 Firmenneugründungen leitet er eines der gründungsaktivsten Forschungszentren.

Ronny Fehling leitet bei Airbus die Abteilung für datengesteuerte Technologien und Data Science und ist für die strategische Forschungs- und Technologie-Roadmap des Konzerns für Data Science, Cognitive Computing und AI zuständig. Zudem steht er dem Data-Science-Kompetenzzentrum des Unternehmens vor, in dem er mit Wissenschaftlern und Branchenexperten an einem Netzwerk für Data Science und maschinelles Lernen arbeitet. Vor seiner Tätigkeit bei Airbus war Fehling bei Oracle beschäftigt, wo er sich mit Datenbank-Innovation, analytischen Informationssystemen, künstlicher Intelligenz, Sensornetzen und Unternehmensarchitektur befasste. In den Jahren 2007 und 2013 wurde er mit dem Oracle Innovation Award ausgezeichnet. Fehling besitzt ein Patent im Bereich Sensornetze und hat mehrere Aufsätze veröffentlicht. Der gebürtige Deutsche hat zeitweise in den Niederlanden, Tansania, Kanada und den USA gelebt. Er studierte am Technologieinstitut von Massachusetts und erhielt seinen Master in Computer Science an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Heike Häfele ist COO bei AX Semantics, eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich der natürlichsprachlichen Textgenerierung (NLG). Kern der Software sind die Interpretation von Daten und die daraus resultierende Generierung von Sprache. Heike Häfele verantwortet bei AX Semantics den Aufbau und Organisation des Software Unternehmens im Hinblick auf die strategische Ausrichtung und marktspezifischen Entwicklungen. Ein hohes Reaktionstempo ist in ihren Augen die zentrale Herausforderung für die erfolgreiche Entwicklung von Unternehmen im Bereich des maschinellen Lernens. Heike Häfele bringt mehrere Jahre Erfahrung in leitenden Positionen mit. Zuletzt leitete sie die Redaktionsmanagement-Beratung der aexea GmbH, wo sie Konzerne in digitalen Transformationsprozessen beriet.

Christof Hellmis ist Vice President Strategic Programs im Technology Office bei HERE. In dieser Funktion zeichnete er u.a. verantwortlich für die Entwicklung der neuesten Generation der HERE Location Cloud und sensordatenbasierter Echtzeitdienste für die Automobilindustrie. Hellmis verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Mobil-, Internet-, Connected Car- und Softwareindustrie. Dabei reichte sein Tätigkeitsspektrum von der Produktentwicklung über das Produktmanagement und das strategische Partnering bis hin zu Führungsaufgaben im Management. Hellmis ist 2006 über die Akquisition der gate5 AG zur Karten- und Navigationssparte von Nokia gekommen, aus der HERE hervorgegangen ist. Bei gate5 war er Chief Operating Officer und hat in dieser Funktion maßgeblich zum Wachstum des Geschäfts für Kartensoftware und Navigationslösungen beigetragen. Zuvor war Hellmis als Manager, Case Leader und Berater bei der Boston Consulting Group in verschiedenen europäischen Ländern tätig. Er studierte Elektrotechnik an der RWTH Aachen. Sein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der INSEAD in Fontainebleau, Frankreich schloss er mit einem MBA ab.

Dr. Holger Kömm leitet die Data Science Labs der adidas Group. Bereits während seiner Promotion war er freiberuflich als Data Scientist tätig. Er hat einen umfassenden Hintergrund mit Blick auf Mathematik, Wirtschaftswissenschaften, Informatik & Statistik (insbesondere Prognose). Promoviert hat Kömm an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt in angewandter Statistik. Er ist Mitglied des vorsorglichen Aufsichtsrats der deutschen Gesellschaft für Operations Research e.V. Darüber hinaus ist er leidenschaftlicher Schwimmer.

Narendra Mulani ist bei Accenture Analytics als Chief Analytics Officer beschäftigt. In dieser Position ist er dafür zuständig, eine Kultur der Datenanalyse zu schaffen und die strategische Wachstumsagenda von Accenture unternehmensweit voranzubringen. Narendra arbeitet mit Kunden auf der ganzen Welt, wobei sein Schwerpunkt auf der Wertschöpfung durch innovative Lösungen liegt, die Branchenkenntnis und funktionales Wissen mit Datenanalyse und Technologie kombinieren. Seit er 1997 zu Accenture kam, hat Narendra bereits mehrere Führungspositionen innegehabt, zuletzt als geschäftsführender Direktor von Products North America, wo er für die Wertschöpfung für Kunden zahlreicher Branchen zuständig war. Davor leitete er als geschäftsführender Direktor der Abteilung Supply Chain, Accenture Management Consulting, eine globale Praxisinitiative, bei der es darum ging, Beschaffungsprozesse bei verschiedensten Fortune-500-Kunden zu definieren und umzusetzen. Narendra erwarb 1978 einen Bachelor of Commerce an der Universität Bombay und 1982 einen MBA in Finance an der Universität Massachusetts, wo er dann 1985 auch zum Thema Multivariate Analysemethoden promovierte.

Dr. Markus Noga ist Vice President im Bereich Machine Learning bei SAP. Seine Vision besteht darin, Unternehmensapplikationen intelligent zu gestalten. Als Teil des Innovation Center Networks von Deutschland, Israel, Singapur und den USA entwickeln seine Teams SAP Clea-Applikationen und binden Clea-Services in die SAP Cloud-Plattform ein. Zuvor verantwortete Noga als VP im Bereich New Business & Portfolio die Einführung von HANA Enterprise Cloud und die kontinuierliche Erweiterung des internationalen F&E-Portfolios von SAP. Zudem arbeitete er als Director im Bereich Corporate Strategy. Vor seinem Wechsel zu SAP war Noda Principal bei der Managementberatung Booz & Company (inzwischen Strategy & PWC). Noga promovierte an der Universität Karlsruhe (inzwischen Karlsruhe Institute of Technology) in Informatik mit Fokus auf die Optimierung der Dokumentenverarbeitung. Er ist verheiratet sowie Vater zweier Kinder, lebt in der Region Heidelberg und beschäftigt sich in seiner Freizeit mit Astronomie und Laufen.

Jürgen Pinkl ist Managing Partner bei Accenture. Zwischen 2012 und 2016 war er Managing Director der Accenture Technology Financial Services Industrie von Europa, Russland, Mittlerer Osten, Afrika und Lateinamerika. Seit 2016 verantwortet er den Bereich Technology im deutschsprachigen Raum. Hier treibt er Innovationen durch den Einsatz neuer Technologien voran. Direkt im Anschluss an sein Studium begann Pinkl seine Karriere bei Accenture. Er lebte einige Jahre in Zürich und verantwortet dort Projekte für Großbanken. Später agierte er als Technology Portfolio Lead für Financial Services in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Pinkl verfügt über eine breite Expertise im Management komplexer Projekte und in der Erstellung von Strategien im Bereich Technische Architektur und IT-Sourcing. Pinkl lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in einer Kleinstadt nahe Ulm.

Dr. Michael Raschke ist Mitgründer und Geschäftsführer der Blickshift GmbH sowie ein Experte für eine visualisierungsbasierte Analyse von Augenbewegungen. Michael ist davon überzeugt, dass der Schlüssel für die Realisierung von ubiquitären Computersystemen in einem tiefen Verständnis des menschlichen Verhaltens durch Computer liegt. Eye-Tracking wird dazu eine der Schlüsseltechnologien sein, um Informationen über den mentalen Zustand und die Absichten der Benutzer zu erhalten. Blickshift arbeitet dazu an Produkten und Lösungen, die einen signifikanten Beitrag für ein besseres Verständnis der Benutzer bringen werden. Seit 2009 arbeitet er an neuen Methoden und Techniken für die Analyse von perzeptiven und kognitiven Prozessen am Institut für Visualisierung und Interaktive Systeme der Universität Stuttgart. Im Jahre 2016 gründete er zusammen mit zwei ehemaligen Kollegen vom Institut die Blickshift GmbH. In seiner Freizeit ist Michael ein Robotikkünstler und malt Action-Art-Kunstwerke mit seinem Roboter roboPix.

Sigrid Stinnes hat als Innovation Lead für Deutschland, Österreich und die Schweiz einen guten Überblick über alle strategischen Initiativen und leitet unsere Design Thinking Practice. Des Weiteren ist Sigrid für den Ausbau des Future Camps verantwortlich. Sie implementierte Design Thinking innerhalb der ASG Organisation und vermarktet es sowohl intern als auch an Kunden. Die Arbeitskultur zu verändern ist ihre Mission. Mit ihrer umfassenden Expertise im Bereich innovative Technologie und Zukunftstechnologie hilft Sigrid alternativ zu denken und generiert neue Ideen und Geschäftsmodelle – sowohl innerhalb von Accenture als auch in zahlreichen Projekten mit Kunden. Sigrid praktiziert Yoga, mag gutes Essen und arbeitet gerne im Garten.

Dr. Reinhard Stolle ist seit 2016 Vice President im Bereich Künstliche Intelligenz und Machine Learning bei der BMW AG in München. Sein Fokus liegt auf dem autonomen Fahren. Stolle studierte ab 1993 Informatik und promovierte mit Fokus auf Künstliche Intelligenz an der University of Colorado, Boulder. Dem folgten ab 1999 ein postdoktorales Fellowship am Knowledge Systems Lab der Stanford University sowie eine Forschungstätigkeit im Bereich Spracherkennung bei Xerox PARC im kalifornischen Palo Alto. 2004 schloss er sich als Teamleiter Infotainment der BMW Car IT GmbH an, später leitete er die Abteilung „Software Architecture and Development“ bei der BMW AG. In seiner Rolle als Geschäftsführer bei der BMW Car IT in Ulm beschäftigte er sich ab 2012 mit den Bereichen Infotainment, Fahrassistenzsysteme und autonomes Fahren.

Olav Strand ist Managing Director der deutschen Niederlassung des global agierenden Managed Services-Providers IPSoft GmbH in Frankfurt am Main. Er verfügt über eine breitgefächerte Expertise hinsichtlich IT-Automation, IT-Service-Management (ITSM), Echtzeitanalysen von Maschinendaten, kognitiver Systeme und künstlicher Intelligenz. In der Vergangenheit war Olav Strand unter anderem fünf Jahre als Director Central Europe bei Splunk Inc. und nahezu ein Jahrzehnt Regional Director Central Europe bei der BMC Central Europe GmbH. Vor seiner Zeit bei BMC Central Europe hatte er Director-Positionen bei Baan Deutschland und PeopleSoft inne. Strand studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Hamburg.

Björn Theis ist Foresight Manager bei der Evonik Creavis GmbH, der strategischen Innovationseinheit der Evonik AG, und leitet dort das Foresight-Projekt „GameChanger“. Zuvor verantwortete er das Corporate Foresight-Projekt „Digital Futures“, das sich mit der Zukunft von Artificial Intelligence, Big Data, Deep Learning sowie Robotics und deren Chancen, Herausforderungen sowie Einsatz- und Innovationsopportunitäten im Unternehmenskontext der Spezialchemie beschäftigte. Theis unterrichtet Zukunftsforschung an der Freien Universität Berlin. In der Vergangenheit war er als Senior Foresight Consultant bei der Unternehmensberatung Z_punkt GmbH tätig.

Andrea Thilo studierte Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Berliner Hochschule der Künste (heute UdK). 1992/1993 volontierte sie beim Norddeutschen Rundfunk und arbeitete als On-Air-Reporterin und Redakteurin für NDR und ARD, zwei Jahre als Moderatorin für liebe sünde, Pro 7, und als Freelance-on-air-Reporterin für das BBC1-Magazin 'the E-files'. Seit 1998 war und ist Andrea Thilo als freischaffende Journalistin (v.a. für das ZEIT-Magazin und DIE WOCHE) und als Dokumentarfilmproduzentin aktiv und moderiert Diskurse, Konferenzen, World Cafés und Open Space Formate überregional und international in europäischen Sprachen. 1999 gründet Andrea Thilo mit ihren Partnern Thomas Grube und Uwe Dierks die Filmproduktionsfirma BOOMTOWNMEDIA GmbH & Co.KG in Berlin. Im Jahr 2005 erhalten Thilo, Grube & Dierks den Deutschen Filmpreis als Produzenten des internationalen Kinoerfolgs RHYTHM IS IT! Nach elf Jahren als Gesellschafterin und Produzentin bei BOOMTOWNMEDIA macht sich Andrea Thilo, Mutter von zwei jugendlichen Töchtern, 2011 im Bereich Moderation, Konferenzkonzeption und Training selbstständig, mit den Themenschwerpunkten Digitale Transformation, Kultur, Bildung und Vielfalt, Zivilgesellschaft und Nachhaltigkeit.

Prof. Dr. Volker Tresp führt seit 1989 verschiedene Machine Learning-Teams im Forschungs- und Technologiebereich bei Siemens. In dieser Zeit hat er mehr als 70 Patente angemeldet. 1996 wurde er bei Siemens als Erfinder des Jahres ausgezeichnet. Zudem hat er mehr als 100 wissenschaftliche Artikel veröffentlicht sowie mehr als 20 Doktorarbeiten betreut. In den vergangenen Jahren konzentrierte sich seine Forschungsarbeit auf Maschinelles Lernen in Informationsnetzwerken, insbesondere mit Anwendungen zur Modellierung von Knowledge Graphs, medizinischen Entscheidungsprozessen und Sensornetzwerken. Tresp ist Koordinator eines der ersten staatlich geförderten Big Data-Projekten zur Ermöglichung von Präzisionsmedizin. Darüber hinaus lehrt er seit 2011 als Professor am Lehrstuhl für Datenbanksysteme und Data Mining der Ludwig-Maximilians-Universität München. Tresp studierte Physik an den Universitäten Göttingen und Yale. Sein Studium schloss er mit einem Diplom, einem Master und einer Dissertation ab.

Dr. Roland Weiss verantwortet als Group Research Portfolio Manager bei ABB das globale Forschungsportfolio des Unternehmens. Dies beinhaltet sämtliche Kerntechnologien, von Materialforschung bis hin zu IoT-Systemen, von der Sensorik über die Kontrolle bis hin zur Sicherheit. Weiss arbeitet vom ABB Corporate Research Center in Ladenburg bei Heidelberg aus. Er ist seit 2005 bei ABB, wo er zuvor verschiedene F&E-Management-Positionen in der Forschung und innerhalb der Geschäftseinheiten innehatte. Sein Fokus lag auf den verschiedenen Automationssystemen von ABB, darunter Symphony Plus, System 800xA und industrielle Robotik. Weiss wurde 2003 in Informatik an der Universität Tübingen im Bereich Compilerbau promoviert.

Martin Wild ist seit Mai 2014 Chief Digital Officer (CDO) der MediaMarktSaturn Retail Group. Wild zählt zu den Pionieren im digitalen Handel: 1997 gründete er im Alter von 18 Jahren den Online-Elektronikhandel Home of Hardware (hoh.de), später einer der größten deutschen Online-Shops für Elektronik, den er 2007 an Premiere (heute Sky Deutschland) verkaufte. Seit 2011 gehört er zur Führungsriege von MediaMarktSaturn. Als Vice President Multichannel verantwortete er den Start von saturn.de, später war er unter anderem als CEO für redcoon tätig. Als CDO verantwortet Martin Wild heute die digitale Strategie und Transformation der gesamten Unternehmensgruppe. Wenn Roboter die Lieferung übernehmen, Kunden per Virtual Reality Produkte entdecken oder innovative Start-ups im Accelerator SPACELAB das Unternehmen bereichern, waren Martin Wild und sein Team meist Feder führend dabei.