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Unter der Schirmherrschaft

Die Finalisten und Preisträger 2016

Schaeffler, Invenio und 3Yourmind gewinnen beim Deutschen Innovationspreis

 

 

Kategorie Großunternehmen

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Schaeffler Technologies: Sicherer und effizienter Autofahren

Preisträger Kategorie Grossunternehmen

Dass sich das Fahrzeug auch bei schneller Kurvenfahrt nicht zur Seite neigt, dafür sorgt die elektromechanische Wankstabilisierung von Schaeffler Technologies. Der Autozulieferer mit Sitz in Herzogenaurach in Mittelfranken hat das System entwickelt, das je nach Typ zwischen 500 und 650 Euro kostet und eine stabile Lage in jeder Fahrsituation gewährleisten soll. Das erhöht den Komfort. Gleichzeitig lässt sich im Vergleich mit hydraulischen Systemen CO2 einsparen. Laut Schaefller sollen in diesem Jahr 45000 Systeme gebaut werden.

 

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BMW Group: Das Auto parkt ein

Ein Auto, das alleine ein- und ausparkt. Und der Fahrer kann ganz bequem von außen zu schauen. Möglich ist das im neuen BMW 7er, das weltweit erste Serienautomobil mit einer solchen Funktion. Über einen Displayschlüssel wird der Wagen gesteuert. Nach dem Einparken kann der Motor mit dem Schlüssel abgeschaltet und später wieder gestartet werden.  Die Sonderausstattung kostet 550 Euro und ist mittlerweile auch für andere Autoklassen von BMW verfügbar.

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Thyssenkrupp Elevator : Big Data im Aufzug

Täglich transportieren weltweit 12 Millionen Aufzüge rund eine Milliarde Menschen, hat der Lift-Hersteller Thyssenkrupp Elevator ermittelt. Um Pannen und Reparaturen vorzubeugen, nutzt der Ruhrkonzern aus Essen Big-Data-Analysen: Möglichst viele Betriebsdaten werden erfasst, via Internet in Rechenzentren – die Cloud – geschickt und dort mit selbstentwickelten Algorithmen ausgewertet. Die Servicezentrale erkennt so frühzeitig, wenn ein Aufzug gewartet werden sollte. Durch diesen Dienst sollen sich die Ausfallzeiten von Aufzügen halbieren.

Kategorie Mittelständische Unternehmen

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Invenio: Simulationssoftware

Preisträger Kategorie Mittelständische Unternehmen

Passen alle Bauteile des neuen Motors, Getriebes und der Antriebswellen zueinander, kollidiert der Autositz eventuell mit der Verkleidung im Bodenraum? Mit der Simulationssoftware des Ingenieurdienstleisters Invenio aus Eschborn bei Frankfurt wissen Industriekunden das schon zuverlässig, bevor sie auch nur einen realen Prototypen gebaut haben. Die Überprüfung und Optimierung am Rechner senken Kosten und Zeit für die Entwicklung laut Unternehmen um jeweils rund 30 Prozent – zugleich steigt die Produktqualität.

 

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Ovesco Endoscopy: Kleiner Eingriff, große Wirkung

Tumore im Margen-Darm-Trakt besser behandeln – das will der Medizintechnikhersteller Ovesco Endoscopy aus Tübingen mit seinem neuen endoskopischen Werkzeug „FTRD“ erreichen. Laut Hersteller soll es damit erstmal möglich sein, Wucherungen nicht nur oberflächlich, sondern komplett zu entfernen. So wird das Zurückbleiben erkrankter Gewebestellen verhindert. Seit Oktober 2014 ist das Endoskop auf dem deutschen und schweizerischen Markt. Noch in diesem Jahr will das Unternehmen eine Zulassung für die USA beantragen.

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P3 telehealthcare: Der virtuelle Notarzt

Auf dem Land fehlen oft Ärzte, gleichzeitig steigt die Zahl der Einsätze. Damit kann nicht bei jedem Notruf ein Notarzt zusätzlich zu den Rettungssanitätern ausrücken. Um dennoch möglichst viele Patient optimal zu versorgen, setzt der mittelständische Dienstleister P3 Telehealthcare mit Sitz in Aachen auf Ferndiagnose via Kamera und Mobilfunk: Die Sanitäter können Notärzte im Raum Aachen seit April 2014 virtuell zu einem Unfall hinzuziehen. Der Telearzt bekommt wichtige Daten wie Blutdruck und Puls des Opfers live auf seinen PC in der Zentrale und kann den Helfern vor Ort Anweisungen geben.

Kategorie Start-Ups

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3YourMind: 3D-Druck per Knopfdruck

Preisträger Kategorie Start-Ups

Das Berliner Start-Up 3YourMind hat so etwas wie den universellen Übersetzer für das Zusammenspiel der wichtigsten Konstruktionsprogramme mit den unterschiedlichen 3-D-Druckverfahren entwickelt. Was immer Designer und Konstrukteure per Software entwerfen, und egal mit welcher Technik – vom Kunststoffdruck bis zum Laserschmelzen – sie es als 3-D-Modell fertigen lassen wollen, die Online-Plattform der Berliner liefert die Übersicht der angebotenen Produktionstechnologien, sie bereitet die Daten auf und sorgt am Ende für die Abrechnung der Aufträge.

 

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Kalverkamp Maschinenbau: Erster mobiler Pellet-Vollernter

Ingenieurskunst „Made in Germany“ – das Start-up Kalverkamp aus Rieste bei Osnabrück hat ein einzigartiges Produkt im globalen Markt der Landmaschinen entwickelt, eine mobile Strohpelletiermaschine. Die 250000 Euro teure Maschine wandelt Stroh direkt auf dem Acker ins Endprodukt (Pellets) um, was bisher nach der Ernte in der Lagerhalle passierte. Das senkt Energie- und Lagerkosten. Der europäische Gerätehersteller Krone hat bereits vier Millionen Euro in das Start-up investiert.

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Quantum Systems: Drohnen für den Bauer

Wo hat das Gewitter gestern den Weizen flachgelegt? Wie viele Kartoffeln haben die Wildschweine geräubert? All diese Fragen sollen die Drohnen von Quantum-Systems, einem Start-up aus Pullach nahe München beantworten. Das Besondere: Die Fluggeräte führen ihre Überwachungsflüge vollautomatisch aus. Hat beispielsweise der Wetterdienst einen Sturm gemeldet, startet die Drohne eigenständig und erfasst mit speziellen Kameras und Sensoren den Zustand der Äcker. Die Daten bekommt der Landwirt kurz darauf auf sein Smartphone geschickt. Quantum-Systems plant 2017 den Verkauf von Serienmodellen zu starten.